SkF e. V. Gießen

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Sozialdienst kath. Frauen e.V.
Ortsverein Gießen

 

Wartweg 15-27

35392 Gießen


Tel. (0641) 2001 -0

Fax (0641) 2001 -13

 

Pressemitteilung

08.11.2018

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SkF ist entsetzt über das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs

 

Dortmund, 08.11.2018. Anlässlich der heutigen Bundesvorstandssitzung erklärt die
Bundesvorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), Dr. Anke Klaus:
Seit einigen Wochen liegen die Ergebnisse der Studie „Sexueller Missbrauch an
Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche
Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ vor. In vielen
Gesprächen mit ehrenamtlich und beruflich Engagierten im SkF ist spürbar, dass wir
alle entsetzt sind; entsetzt über das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs und wütend
über den bisherigen Umgang mit Opfern und Tätern. Zornig macht uns vor allem,
dass dem offenkundig erhebliche strukturelle Mängel zu Grunde liegen. Der SkF
sieht ein systematisches Verdrängen, Verschweigen, Verleugnen und Ignorieren der
verantwortlichen Amtsträger der katholischen Kirche.
Für uns als ehrenamtliche und berufliche Mitarbeitende ist diese Situation
ausgesprochen schwierig. Das Zutrauen in die katholische Kirche ist erschüttert und
unsere Loyalität der Kirche gegenüber wird auf eine empfindliche Probe gestellt.
Wir erwarten eine wirklich konsequente Aufarbeitung mit externer Kontrolle und
Weitergabe aller relevanten Fakten an die Staatsanwaltschaften. Es muss
unmissverständlich klar sein, dass Rechtsbrüche konsequent geahndet werden.
Innerhalb der Kirche muss es eine Atmosphäre geben, die Konflikte und Kritik zulässt
und sie als konstruktiv förderlich anerkennt.
Da offenkundig gerade die Machtstrukturen innerhalb der katholischen Kirche den
Missbrauch begünstigen, erwarten wir hier spürbare und erkennbare Veränderungen.
Strukturen, die Missbrauch bedingen, müssen überwunden werden.
Die Stärkung eines selbstbewussten Umgangs mit Sexualität und die Förderung von
Grenzziehung gegenüber übergriffigem Verhalten ist darüber hinaus dringend
notwendig. Dafür setzt sich der SkF als Frauenwohlfahrtsverband seit langem
beispielsweise mit Angeboten der Gewaltprävention und der Sexualpädagogik
entschieden ein.

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